Spaced Repetition | Methode einfach erklärt
Spaced Repetition (verteiltes Wiederholen) ist eine Lernmethode, bei der du denselben Stoff mehr als einmal lernst und zwischen den Lernrunden Zeit lässt.
So merkst du dir den Stoff besser, als wenn du ihn direkt nacheinander wiederholst. Längere Pausen zwischen den Lernrunden sind tendenziell effektiver als kürzere:
Dreißig Tage nach der letzten Wiederholung fand ein Abschlusstest statt:
- Teilnehmer mit Pausen zwischen den Lernrunden hatten sich mehr Vokabeln gemerkt als die ohne.
- Teilnehmer mit 30 Tagen Pause hatten sich an mehr Vokabeln erinnert als die mit einem Tag Pause.
Besonders effektiv ist Spaced Repetition, wenn du es mit Active Recall kombinierst, zum Beispiel indem du mit Karteikarten lernst.
Welche Spaced-Repetition-Intervalle am besten funktionieren
Das optimale Spaced-Repetition-Intervall hängt unter anderem davon ab, wie lange du dir den Stoff mindestens merken willst.
Du setzt also die Pause zwischen den Lernrunden ins Verhältnis zum Zeitraum zwischen der letzten Lernrunde und einem Test (= Merk-Intervall):
| Lernrunde 1 | Pause | Lernrunde 2 | Merk-Intervall | Test | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zeitpunkt | Montag | / | Dienstag | / | Freitag |
| Zeitraum | / | 24 Stunden | / | 72 Stunden | / |
| Verhältnis | 24 / 72 = 33 % | ||||
Als Faustregel sollte das Verhältnis etwa 10 bis 20 Prozent betragen:
| Merk-Intervall | optimale Pause | |
|---|---|---|
| 10 % | 20 % | |
| 5 Tage (= 120 Stunden) | 12 Stunden | 24 Stunden |
| 30 Tage | 3 Tage | 6 Tage |
| 350 Tage | 35 Tage | 70 Tage |
Je nachdem, wie lange du dir den Stoff merken willst, orientierst du dich an der unteren oder oberen Grenze der Spanne:
- lange merken (z. B. für Staatsexamen) → 10 % oder weniger
- kurz merken (z. B. für normale Klausur) → 20 % oder mehr
Im Zweifel ist es besser, etwas zu viel Zeit zwischen den Lernrunden zu lassen als zu wenig.
Spaced-Repetition-System: die Lernkartei nach Leitner
Ein Beispiel für ein Spaced-Repetition-System ist die Lernkartei nach Sebastian Leitner, für die du Folgendes brauchst:
- Karteikarten
- Karteikasten (mit 5 Fächern)
Wenn du zum Beispiel Englisch-Vokabeln lernen willst, gehst du wie folgt vor:
- Schreibe auf die Vorderseite einer Karteikarte den deutschen Ausdruck und auf die Rückseite den englischen.
- Wiederhole Schritt 1, bis du ungefähr 30 Karten geschrieben hast.
- Steck den Kartenstapel in das erste Fach des Karteikastens.
- Nimm die erste Karte heraus, sieh dir den deutschen Ausdruck an und versuche, dich an den englischen zu erinnern.
- Richtig? Steck die Karte in Fach 2.
- Falsch? Steck die Karte zurück in Fach 1 (hinter die anderen Karten).
- Wiederhole Schritt 4, bis du alle Karten richtig hattest.
- Wiederhole die Schritte 1 bis 5, bis Fach 2 voll ist.
- Nimm die erste Karte aus Fach 2 heraus, sieh dir den deutschen Ausdruck an und versuche, dich an den englischen zu erinnern.
- Richtig? Steck die Karte in Fach 3.
- Falsch? Steck die Karte in Fach 1.
- Wiederhole Schritt 7, bis etwa ein Fingerbreit von Fach 2 wieder frei ist.
- Wiederhole die Schritte 6 bis 8 analog für die Fächer 3, 4 und 5. Wenn du Karten aus Fach 5 richtig hattest, nimmst du sie aus dem Karteikasten heraus.
Häufig gestellte Fragen zu Spaced Repetition
- Was ist die Spaced-Repetition-Methode?
-
Bei der Spaced-Repetition-Methode lernt man denselben Stoff mehr als einmal und lässt zwischen den Lernrunden Zeit.
So merkt man sich den Stoff besser, als wenn man ihn direkt nach der ersten Lernrunde wiederholt. Längere Pausen zwischen den Runden sind tendenziell effektiver als kürzere.
Spaced Repetition ist besonders effektiv, wenn du es mit Active Recall kombinierst, beispielsweise indem du Karteikarten verwendest.
Tipp:
Um effektiv zu lernen, kannst du auch einen Chatbot verwenden, zum Beispiel den kostenlosen KI-Chat von QuillBot.
- Was ist ein Beispiel für ein Spaced-Repetition-System?
-
Ein System für Spaced Repetition ist zum Beispiel die Lernkartei nach Sebastian Leitner, für die du Folgendes brauchst:
- Karteikarten
- Karteikasten (mit 5 Fächern)
Wenn du zum Beispiel Englisch-Vokabeln lernen willst, gehst du wie folgt vor:
- Schreibe auf die Vorderseite einer Karteikarte den deutschen Ausdruck und auf die Rückseite den englischen.
- Wiederhole Schritt 1, bis du ungefähr 30 Karten geschrieben hast.
- Steck den Kartenstapel in das erste Fach des Karteikastens.
- Nimm die erste Karte heraus, sieh dir den deutschen Ausdruck an und versuche, dich an den englischen zu erinnern.
- Richtig? Steck die Karte in Fach 2.
- Falsch? Steck die Karte zurück in Fach 1 (hinter die anderen Karten).
- Wiederhole Schritt 4, bis du alle Karten richtig hattest.
- Wiederhole die Schritte 1 bis 5, bis Fach 2 voll ist.
- Nimm die erste Karte aus Fach 2 heraus, sieh dir den deutschen Ausdruck an und versuche, dich an den englischen zu erinnern.
- Richtig? Steck die Karte in Fach 3.
- Falsch? Steck die Karte in Fach 1.
- Wiederhole Schritt 7, bis etwa ein Fingerbreit von Fach 2 wieder frei ist.
- Wiederhole die Schritte 6 bis 8 analog für die Fächer 3, 4 und 5. Wenn du Karten aus Fach 5 richtig hattest, nimmst du sie aus dem Karteikasten heraus.
Tipp:
Du kannst auch einen Chatbot nutzen, um Vokabeln zu lernen, zum Beispiel den kostenlosen KI-Chat von QuillBot.
- Welche Spaced-Repetition-Intervalle sind optimal?
-
Das optimale Intervall bei Spaced Repetition hängt davon ab, wie lange man sich den Stoff mindestens merken will.
Man setzt also die Pause zwischen den Lernrunden ins Verhältnis zum Zeitraum zwischen der letzten Lernrunde und einem Test.
Als Faustregel sollte das Verhältnis 10 bis 20 Prozent betragen.
Beispiel:
Du möchtest den Stoff auf zwei Runden lernen und ihn dir dann 5 Tage (= 120 Stunden) lang merken. Deshalb pausierst du zwischen der ersten und der zweiten Lernrunde 12 bis 24 Stunden (10–20 % von 120 Stunden).
Tipp:
Um effektiv zu lernen, kannst du einen Chatbot verwenden, zum Beispiel den kostenlosen KI-Chat von QuillBot.
- Was sind Active Recall und Spaced Repetition?
-
Active Recall und Spaced Repetition sind Lernmethoden, die erwiesenermaßen das Erinnern fördern.
Active Recall (aktiver Abruf) heißt, das Gelernte aus dem Gedächtnis abzurufen, zum Beispiel indem du Fragen dazu beantwortest.
Spaced Repetition (verteiltes Wiederholen) heißt, den Stoff mehr als einmal zu lernen und zwischen den Einheiten Zeit zu lassen.
Besonders effektiv lernst du, wenn du die beiden Methoden kombinierst.
Tipp:
Wenn du einen Text zusammenfassen willst, nutze den kostenlosen Zusammenfasser von QuillBot.
Quellen in diesem Artikel
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Dieser QuillBot-ArtikelStrohmeier, F. (2026, 18. March). Spaced Repetition | Methode einfach erklärt. Quillbot. Abgerufen am 26. März 2026, von https://quilbot.smservicestools.com/de/blog/lehren-und-lernen/spaced-repetition/
Brown, P. C., Roediger III., H. L. & McDaniel, M. A. (2014). Make it stick – The Science of Successful Learning. The Belknap Press of Harvard University Press.
Cepeda, N. J., Vul, E., Rohrer, D., Wixted, J. T. & Pashler, H. (2008). Spacing Effects in Learning: A Temporal Ridgeline of Optimal Retention. Psychological Science, 19 (11), 1095–1102. https://laplab.ucsd.edu/articles/Cepeda%20et%20al%202008_psychsci.pdf
Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J. & Willingham, D. T. (2013). Improving Students’ Learning With Effective Learning Techniques: Promising Directions From Cognitive and Educational Psychology. Psychological Science in the Public Interest, 14 (1), 4–58. https://www.whz.de/fileadmin/lehre/hochschuldidaktik/docs/dunloskiimprovingstudentlearning.pdf
Leitner, S. (1987). So lernt man lernen (14. Auflage). Herder.